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Die 7 besten KI-Tools für Content-Erstellung und Marketing 2026

Die 7 besten KI-Tools für Content-Erstellung und Marketing 2026

Warum 2026 alles anders ist (und doch gleich bleibt)

Mal ehrlich: Die Landschaft der KI-Tools für Content und Marketing hat sich in den letzten zwei Jahren komplett verändert. Was 2024 noch als bahnbrechend galt, wirkt heute irgendwie... naja, basic. Trotzdem gibt es Tools, die sich durchgesetzt haben – und überraschenderweise auch welche, von denen kaum jemand auf dem Schirm hatte, dass sie so wichtig werden würden.

Nach unzähligen Tests, frustrierenden Experimenten und tatsächlich auch einigen Aha-Momenten habe ich die sieben Tools zusammengestellt, die 2026 wirklich einen Unterschied machen. Nicht unbedingt die mit dem größten Marketing-Budget oder der schicksten Oberfläche, sondern die, die tatsächlich helfen, besseren Content schneller zu erstellen.

1. Jasper AI – Der solide Allrounder mit Ecken und Kanten

Jasper ist so etwas wie der VW Golf unter den Content-Tools: nicht das aufregendste Produkt, aber verdammt zuverlässig. Die Plattform hat sich seit ihrer Gründung kontinuierlich weiterentwickelt und bietet mittlerweile eine beeindruckende Integration verschiedener Large Language Models.

AI tools dashboard - Die 7 besten KI-Tools für Content-Erstellung und Marketing 2026
Foto: Matheus Bertelli / Pexels

Was mir besonders aufgefallen ist: Die Brand Voice-Funktion arbeitet tatsächlich präzise. Nach dem Einlesen von etwa 15-20 Beispieltexten produziert Jasper Content, der überraschend nah am eigenen Stil liegt. Klar, man muss nacharbeiten – aber der Grundton stimmt halt schon.

Der Kampagnen-Workflow ist durchdacht: Von der Ideenfindung über die Ausarbeitung bis zur Anpassung für verschiedene Kanäle. Einziges Manko? Der Preis. Mit 49 Dollar pro Monat für den Creator-Plan ist Jasper kein Schnäppchen, und für Teams wird es schnell richtig teuer.

Die Brand Voice-Funktion von Jasper ist wahrscheinlich das beste Tool, um konsistenten Content über verschiedene Kanäle hinweg zu produzieren – wenn man bereit ist, Zeit in die initiale Einrichtung zu investieren.

2. Copy.ai – Schneller Content für Social Media

Copy.ai hat eigentlich eine ganz andere Entwicklung genommen als ursprünglich gedacht. Statt ein umfassendes Content-Tool zu werden, haben die sich auf schnelle, prägnante Texte spezialisiert. Social Media Posts, Überschriften, Produktbeschreibungen – alles, was kurz und knackig sein muss.

Was Copy.ai gut macht: Die Workflows sind blitzschnell. Man gibt ein Thema ein, wählt den Ton (casual, professionell, witzig), und bekommt innerhalb von Sekunden 10-15 Varianten. Für Instagram-Captions oder LinkedIn-Posts ist das Gold wert.

Allerdings merkt man bei längeren Texten schnell die Grenzen. Blog-Artikel oder ausführliche Guides? Da würde ich eher zu anderen Tools greifen. Der kostenlose Plan ist großzügig genug zum Testen, die Pro-Version liegt bei 36 Dollar monatlich.

3. Writesonic – Der Preisbrecher mit AI Article Writer 6.0

Writesonic ist so ein bisschen der Geheimtipp für alle, die viel Content brauchen, aber nicht Unsummen ausgeben wollen. Die neue Version ihres AI Article Writers ist beeindruckend – vor allem, wenn man bedenkt, dass man hier schon ab 16 Dollar im Monat einsteigen kann.

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Foto: Matheus Bertelli / Pexels

Die Keyword-Integration funktioniert natürlich, die Faktenchecks sind (meistens) akkurat, und die Struktur der Artikel ist solide. Nicht spektakulär, aber brauchbar. Für SEO-Content, der vor allem ranken soll, eine gute Wahl.

Was mir weniger gefällt: Die Oberfläche wirkt teilweise überladen. Es gibt gefühlt hundert verschiedene Features und Templates, durch die man sich erst mal durcharbeiten muss. Weniger wäre hier vielleicht mehr gewesen.

4. Notion AI – Integration ist alles

Notion AI ist kein eigenständiges Content-Tool im klassischen Sinne. Aber wenn man (wie gefühlt die Hälfte aller Content Creator) eh schon in Notion arbeitet, macht die AI-Integration absolut Sinn.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Man muss keine Inhalte zwischen verschiedenen Tools hin- und herschieben. Brainstorming, Outline, Entwurf, Überarbeitung – alles in einer Umgebung. Die AI-Funktionen sind nicht so umfangreich wie bei spezialisierten Tools, aber für die meisten Anwendungsfälle völlig ausreichend.

Mit 10 Dollar pro Monat zusätzlich zur Notion-Subscription auch noch bezahlbar. Ob man das braucht? Hängt davon ab, wie tief man im Notion-Ökosystem steckt.

5. Surfer SEO – Content-Optimierung auf Steroiden

Surfer SEO ist streng genommen kein Content-Erstellungs-Tool, sondern ein Optimierungs-Tool. Aber in der Praxis verschwimmen die Grenzen zunehmend. Der Content Editor zeigt in Echtzeit, wie gut ein Text für bestimmte Keywords optimiert ist.

Was Surfer besonders macht: Die Analyse basiert nicht auf irgendwelchen theoretischen SEO-Regeln, sondern auf echten SERP-Daten. Das Tool schaut sich die Top-Rankings an und leitet daraus konkrete Empfehlungen ab. Wie oft sollte ein Keyword vorkommen? Welche verwandten Begriffe fehlen? Wie lang sollte der Text sein?

Der Haken? Mit 69 Dollar monatlich im Essential-Plan nicht gerade günstig. Und wer ernsthaft SEO betreibt, braucht wahrscheinlich einen höheren Plan. Aber für alle, die Content produzieren, der auch gefunden werden soll, eigentlich unverzichtbar.

6. Canva Magic Studio – Visueller Content wird KI-gesteuert

Content ist halt nicht nur Text. Und hier kommt Canva ins Spiel – oder genauer gesagt, die Magic Studio-Features, die Canva in den letzten Monaten massiv ausgebaut hat.

Von Magic Design, das aus einem Text-Prompt komplette Designs erstellt, über Background Remover bis zu Magic Eraser – die KI-Tools sind mittlerweile ziemlich ausgereift. Besonders praktisch: Magic Write für Bild-Beschreibungen und Social-Media-Texte, direkt integriert in den Design-Workflow.

Für die meisten Marketing-Teams reicht vermutlich die kostenlose Version. Die Pro-Version (13 Euro monatlich) lohnt sich vor allem wegen der erweiterten Brand-Kit-Funktionen und unbegrenzten Cloud-Speicher. Ist jetzt nicht das innovativste Tool auf dieser Liste, aber eben verdammt praktisch.

7. Descript – Audio und Video werden zum Text

Descript hat eine interessante Entwicklung hingelegt. Ursprünglich als Audio-Editor gestartet, ist daraus eine komplette Content-Produktions-Plattform für Audio und Video geworden. Die Transkription funktioniert mittlerweile in über 20 Sprachen mit beeindruckender Genauigkeit.

Was Descript von anderen unterscheidet: Man bearbeitet Audio und Video, indem man den Text bearbeitet. Klingt verrückt, funktioniert aber. Einen Versprecher im Podcast entfernen? Einfach das Wort im Transkript löschen. Der Ton wird automatisch angepasst, sodass keine Lücke entsteht.

Die Overdub-Funktion – also die Möglichkeit, mit einer AI-Kopie der eigenen Stimme neue Wortfragmente zu generieren – ist... naja, gewöhnungsbedürftig. Ethisch sowieso ein heikles Thema. Aber praktisch? Definitiv.

Preislich liegt Descript bei 24 Dollar monatlich für den Creator-Plan. Für alle, die regelmäßig Podcasts, Videocontent oder Webinare produzieren, eine Überlegung wert.

Was diese Tools gemeinsam haben (und was nicht)

Alle sieben Tools folgen einem ähnlichen Muster: Sie nehmen eine bestimmte Aufgabe im Content-Creation-Prozess und automatisieren oder beschleunigen sie durch KI. Keines davon ersetzt jedoch komplett menschliche Kreativität oder Expertise. Die besten Ergebnisse entstehen immer noch durch die Kombination aus KI-Unterstützung und menschlichem Feinschliff.

Was mich ehrlich gesagt überrascht hat: Die Preise haben sich stabilisiert. Der wilde Preiskampf von 2024 ist vorbei. Die meisten Tools haben ihre Nische gefunden und können offenbar profitabel arbeiten. Gut für die Anbieter, aber auch gut für Nutzer – die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tool plötzlich verschwindet, ist gesunken.

Und was ist mit ChatGPT, Claude & Co.?

Berechtigte Frage. Warum nicht einfach ChatGPT oder Claude direkt nutzen? Kostet weniger und ist flexibler.

Stimmt grundsätzlich. Die spezialisierten Tools bieten aber Features, die über reine Textgenerierung hinausgehen: SEO-Optimierung, Brand Voice, Workflow-Integration, Teamfunktionen. Für Einzelpersonen mit technischem Know-how reicht vielleicht ChatGPT Plus. Für Teams oder professionelle Anwendungen machen die spezialisierten Tools Sinn.

Am Ende kommt es darauf an, welche Art von Content man produziert und wie der eigene Workflow aussieht. Die perfekte One-Size-Fits-All-Lösung gibt es nicht – und wird es vermutlich auch 2027 nicht geben.